Erfolgreicher Abschluss an der Altenbergschule

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Spätestens jetzt erhalten die Schüler einen ersten Einblick in das komplexe Thema "Arbeit und Beruf". Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Schlüsselkompetenzen:

 

Welche Aufgaben muss ich bewältigen?

Welche meiner Fähigkeiten begünstigen meine Berufswahl?

Wo muss ich noch „an mir arbeiten“?

Die Theorie aus den Schulfächern Deutsch, Arbeitslehre und Mathematik wird auf praktische Arbeiten in technischem Werken und Hauswirtschaft übertragen!


Erfolgreich sind wir seit vielen Jahren mit dem Projekt „Praxistag“. Die intensiven Praktikumserfahrungen außerhalb der Schule tragen wesentlich dazu bei, den Berufsfindungsprozess und die Entwicklung der jungen Persönlichkeiten voranzutreiben.


Auch das Fach SPORT hat einen hohen Stellenwert: Bewegung erlebbar machen als körperlichen und seelischen AUSGLEICH, aber auch um muskuläre GRUNDLAGEN zu schaffen, damit Berufe wie Landschaftsgärtnerin, Verkäufer im Einzelhandel, Bäcker usw. körperlich bewältigt werden können.
TRAINIERT wird zusätzlich im sozial-emotionalen Bereich: Grundlage, Klarheit und Verlässlichkeit bietet unser Konflikt-Kultur-Programm „BEI STOPP IST SCHLUSS“. Sich und Andere besser kennen lernen wird im „SOZIALTRAINING“ (nach Prof. Petermann) ermöglicht. Regelmäßig kommen auch externe Trainer-Profis an unsere Schule: hier heißt es dann „Cool bleiben“, oder „Selbstbehauptung!“.
Musik, Kunst, Theater = KULTUR! gehört an der Altenbergschule ebenso zur „Grundausbildung“. Das Aufspüren besonderer Talente, die Entwicklung und Pflege von „Hobbys“, die Kontaktaufnahme zu Sportvereinen u.v.m. finden in zahlreichen AGs aber auch im „normalen“ Unterricht GENUG ZEIT.                                                                                          

Und wer die neunte Klasse erfolgreich beendet, erhält das Zeugnis „einer besonderen Form der Berufsreife“. Mit den weiterführenden Schulen und Anbietern von Maßnahmen pflegen wir ein kollegiales und enges Netzwerk.

 

Unseren Schülerinnen und Schülern stehen je nach ihren Voraussetzungen folgende Möglichkeiten im Anschluss an die Altenbergschule zur Verfügung:

1. KOA

Ziel des besonderen 10. Schuljahres ist es, Schülerinnen und Schülern ohne Chancen auf einen Schulabschluss in einer eigens dafür eingerichteten Klasse zu einem erfolgreichen Abschluss und zu einem gelingenden Übergang in die Arbeitswelt zu führen. Innerhalb des Projektes nehmen vor allem die Berufsorientierung und der Praxisbezug einen hohen Stellenwert ein. Die Lehrkräfte verbinden in ihrem Unterricht allgemeinbildende mit berufsorientierenden Inhalten. Gemeinsam mit außerschulischen Kooperationspartnern wie Arbeitsagenturen, Kammern und Unternehmen, entwickeln die Schülerinnen und Schüler Qualifikationen, die sie auf die Berufswelt vorbereiten. Dabei stehen neben den fachlichen auch die außerfachlichen Kompetenzen wie Pünktlichkeit, Sorgfalt und Zuverlässigkeit im Fokus der Förderung. "Keine(r) ohne Abschluss" bezieht aber auch die Eltern verstärkt mit ein, zum Beispiel in Form von erweiterten Elternabenden mit Lehrkräften und Beraterinnen und Beratern der Arbeitsagenturen. So können die Eltern ihre Kinder auf dem Weg zu einem erfolgreichen Schulabschluss bestmöglich unterstützen.

2. BVJ

Das BVJ ist ein schulischer Bildungsgang, der der Berufsvorbereitung dient. Diese vollzeitschulische Maßnahme ist für Schüler gedacht, die nach der Beendigung oder dem Abbruch der Schule weder einen Ausbildungsplatz finden noch weiterführende Schulen besuchen, aber noch der Schulpflicht unterliegen. Das BVJ ist auch für Schüler geeignet, die noch nicht wissen, welche berufliche Richtung sie einschlagen wollen:

Die Schüler können durch das BVJ ihre Schulpflicht erfüllen und gleichzeitig den Hauptschulabschluss erwerben. Im BVJ wird berufliches Grundwissen in einer oder mehreren Berufsfeldern vermittelt: Es dient somit auch der beruflichen Orientierung, neben der Erweiterung der Allgemeinbildung und dem Erwerb von grundlegenden Schlüsselqualifikationen, die zu einer (verbesserten) Ausbildungsreife führen sollen.

3. Nordringschule Landau

Zum bundesweit anerkannten Schulabschluss „Berufsreife“ durch ein freiwilliges 10. Schuljahr - diese Möglichkeit wird motivierten und leistungsstarken Schülern an der Nordringschule in Landau angeboten. Dieser Abschluss ist Mindestvoraussetzung für einen Ausbildungsplatz und erhöht die Chance auf einen erfolgreichen Start ins Berufsleben. 

Die Klassenkonferenz kann eine Empfehlung zum Besuch des freiwilligen 10. Schuljahres nur aussprechen, wenn in den Fächern Deutsch, Mathematik und im naturwissenschaftlichen Aufgabenfeld (Biologie, Chemie, Physik) Leistungen nachgewiesen werden, die einen erfolgreichen Abschluss der Berufsreife erwarten lassen.

4. Duale Ausbildung?

Die meisten staatlich anerkannten Ausbildungsberufe – aktuell etwa 350 –  sind nach dem dualen System aufgebaut. „Dual“ beschreibt eine zweigeteilte Form der Ausbildung an 2 verschiedenen Ausbildungsorten: In der Berufsschule erlernt man das theoretische Fachwissen, im Betrieb praktische Kenntnisse und Fertigkeiten.

Der Berufsschulunterricht findet normalerweise an 1 bis 2 Tagen pro Woche neben der betrieblichen Arbeit statt. Bei einigen Ausbildungen wird der Schulunterricht in Blockform abgehalten: Hier ist man abwechselnd für einige Wochen am Stück in der Schule und dann wieder im Ausbildungsbetrieb.

 


Praxistag

Wie dem Fahrplan ins Berufsleben zu entnehmen ist, lernen die Schülerinnen und Schüler der Altenbergschule bereits in der siebten Klassenstufe Berufsbilder kennen, die in der achten Klasse vertieft werden. Hinzu kommt in der achten Klassenstufe: eine persönliche Kompetenzanalyse, Angebote zur Berufsorientierung, Erstellen einer Bewerbungsmappe, Bewerbungstraining, sowie die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen.

Mit diesen Kompetenzen starten die Schüler ab dem zweiten Halbjahr der achten Klasse in den sogenannten Praxistag. Die Schülerinnen und Schüler suchen sich einen Praktikumsplatz, der zu ihnen passt. Dabei erhalten sie gegebenenfalls Unterstützung durch die Lehrkraft, die mit Eltern, Betrieben und jugendrelevanten Einrichtungen kooperiert.  

Zu Beginn jedes Halbjahres findet zunächst ein zweiwöchiges Blockpraktikum statt. Damit haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich intensiv in ihr Arbeitsfeld einzuarbeiten und einen tieferen Einblick in den Beruf zu erhalten. Anschließend besuchen sie jeden Mittwoch, bis zum Ende des (Halb- ) Jahres diesen Betrieb. So bereiten wir die Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen in Beruf und Gesellschaft vor.

Ziele des Praxistages sind:

• Praktische Erfahrungen im Betrieb so früh wie möglich über einen längeren Zeitraum ermöglichen

• Schlüsselqualifikationen erwerben / festigen/ zeigen

• schrittweise Heranführung an die Arbeitswelt

• Sammeln von praktischen Erfahrung in Berufsleben, Arbeitswelt, Berufsfeld

• realistische Sicht auf die Arbeitswelt

• eigenständiges und eigenverantwortliches Handeln

• erkennen, ob das gewählte Berufsfeld passt oder nicht

• eigenständige Mitarbeit und selbstverantwortliches Arbeiten in den Betrieben

• Erwerb von fachlichen Kompetenzen

• Stärkung sozialer Kompetenzen

• Erkennen persönlicher Neigungen und Stärken 

• Verbesserung der Ausbildungsreife

• Motivation durch Bestätigung der eigenen Arbeitsleistung

• Steigerung des Selbstbewusstseins

• bessere Selbsteinschätzung

• Selbstbehauptung im außerschulischen Bereich

Häufig sind Chefs oder Betriebsleiter so zufrieden mit den Schülerinnen und Schülern, dass sie diesen in Aussicht stellen, sie nach Beendigung der erlangten Berufsreife in ein Ausbildungsverhältnis zu übernehmen.

Die Schülerinnen und Schüler werden im Praxistag eng durch einen Lehrer der Altenbergschule betreut, beraten und begleitet.  

Der Praxistag wird mit den Schülerinnen und Schülern schulisch oder auch außerschulisch vor- und nachbereitet, z. B. durch Berufsorientierungscamps, Kompetenzchecks oder Reflexionsgespräche. Die Schulen haben hier die Möglichkeit, zertifizierte außerschulische Partner einzubeziehen. Diese Kooperation hat in den vergangenen Jahren erfolgreich mit Frau Gorges- Westrich stattgefunden. Das Projekt STARK DURCHS LEBEN ist zertifizierter Träger zu Maßnahmen der Arbeitsförderung im Rahmen des rheinland-pfälzischen Praxistages an Schulen.

 

 

 

Über die Altenbergschule

Die Altenbergschule ist eine Förderschule in der Trägerschaft des Kreises Südliche Weinstraße. Als Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen besuchen uns Schülerinnen und Schüler, die auf Grund verschiedener persönlicher Lebensumstände in anderen Schulen nicht angemessen gefördert werden können.

Die Altenbergschule liegt als einzige Schule Bad Bergzaberns nicht im Schulzentrum, sondern am gegenüberliegenden Hang des Berges mit dem Namen "Altenberg".

Unsere Schule besuchen zurzeit 64 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 9.

Schülerinnen und Schüler verlassen unsere Schüler nach der 9. Klasse mit dem Abschluss der besonderen Berufsreife.

In einem 10. Schuljahr begleiten wir viele Schüler zurück in die Realschule plus oder an die BBS in Bad Bergzabern, wo sie den Abschluss der allgemeinen Berufsreife absolvieren können.

 

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